Thomas Loose - Schädlingsbekämpfung p e s t c o n t r o l s e r v i c e j e n a
Thomas Loose - Schädlingsbekämpfungp e s t    c o n t r o l    s e r v i c e    j e n a

Taubenparasiten


Mehlkäfer Tenebrio molitor    

Auftreten
Er tritt weltweit auf, kann fliegen und entwickelt sich auch unter Freilandbedingungen.
Vorkommen
Er ist zwar weltweit verbreitet, kommt aber im Haushalt seltener vor. (Wenn, dann wurde er eingeschleppt). Die Käfer kommen nur in den Sommermonaten vor, die Larven ganzjährig.
Aussehen
Der Käfer wird 12 – 20 mm lang. Er ist oben schwarzbraun, unten mehr rotbraun gefärbt. Auf den Flügeldecken kann man punktierte Längsstreifen erkennen.
Die Larven – die sogenannten Mehlwürmer – sind lang und rund, gelblich bis hellbraun gefärbt und werden bis zu 30 mm lang. Die Puppen sind ebenfalls gelblich und werden zwischen 14 und 19 mm lang.
Ernährung
Die Nahrung der erwachsenen Käfer und die der Larven besteht aus Mühlenprodukten, also hauptsächlich aus Mehl oder Teigwaren. Selten aus pflanzlichen oder tierischen Stoffen, Erdnüssen oder Tabak.
Lebensweise
Das Weibchen legt ca. 160 – 500 Eier ab. Nach etwa 15 Tagen schlüpfen die Larven und häuten sich während ihres Wachstums 9 – 20 mal. Sie können 9 Monate ohne Nahrung auskommen. Die Entwicklung der Larven kann über 600 Tage dauern. Die Entwicklung vom Ei bis zum Käfer dauert rund 650 Tage. Bei optimalen Temperaturen (25 ° - 27 ° C) wächst die Larve zwischen 6 – 8 Monaten heran. Sie verpuppt sich anschließend unter der Mehloberfläche. Das Puppenstadium dauert im Durchschnitt 2 Wochen. Im Gegensatz zur Entwicklungsdauer der Larven lebt der Käfer nur in den Sommermonaten 4 – 6 Wochen.
Gesamtentwicklung bei ca. 25 ° C ungefähr 9 Monate, bei niedrigeren Temperaturen bis zu 18 Monaten.
Schäden
Der Mehlkäfer richtet an den befallenen Produkten nur geringfügigen Schaden an, da er selten in größerer Stückzahl vorkommt. Die sogenannten Mehlwürmer, also die Larven, wurden in den meisten Fällen aus Zoohandlungen eingeschleppt. Dort werden sie als Vogel- oder Fischfutter verkauft. Die Mehlwürmer richten in ihrem Larvenstadium hauptsächlich in Mühlen, wo die Produkte länger gelagert werden, Schäden an.
Bekämpfung
Mehl vor dem Einlagern mehrmals durchsieben, lange Lagerzeiten vermeiden. Das befallene Substrat für eine Stunde auf 60 ° C erhitzen oder für 48 Stunden bei – 20 ° C aufbewahren. Eine chemische Bekämpfung ist nicht zu empfehlen.
Große Lager bzw. Speicher müssen vernebelt werden.

 

Taubenwanze Cimex columbarius    
Vorkommen
Die Taubenwanze ist ein Blutsauger und lebt auf Tauben.
Befinden sich im Dachboden Nester von verwilderten Haustauben, können sie auch in darunter liegenden Wohnungen auftreten.
Schäden
Materialschäden kommen nicht vor. Der Wanzenstich ist nicht zu spüren. Es kommt aber anschließend zu einem mehr oder weniger starken Juckreiz. Empfindliche Personen können darauf allergisch reagieren, besonders bei kleinen Kindern sind Sekundärinfektionen möglich. Wanzen spielen bei der Verbreitung von Krankheitserregern zwar eine untergeordnete Rolle, können aber die Keime der Pest, Tularämie oder des Milzbrandes übertragen.

 

Taubenzecken Argas reflexus    
Vorkommen:
Sie leben tagsüber verborgen in Ritzen, Dachböden, Taubenschlägen und Hühnerställen
Auftreten / Entwicklung:
Sie treten ganzjährig auf.
Die Entwicklung ist von Umweltbedingungen (Sauerstoff und Feuchtigkeit) abhängig.
Sie kann sich vom Schlüpfen der Larven aus den Eiern über 3 Monate bis zu 3 Jahren erstrecken.
Sie können ohne Nahrung länger als 3 Jahre überleben.
Aussehen:
Taubenzecken haben einen abgeflachten, eiförmigen Körper und sind zwischen 8 mm und 1,1 cm groß (Weibchen / Männchen). Ihre Farbe ist grau – braun.
Ernährung:
In ihren drei Entwicklungsstadien saugen sie Blut von ihren Wirten (auch vom Menschen).
Schäden:
Materialschäden werden von Ihnen nicht angerichtet. Beim Menschen tritt durch den Stich Juckreiz auf, und es kann zu Sekundärinfektionen kommen.
Bekämpfung:
Sauberkeit auf Dachböden oder in Ställen ist oberstes Gebot. Chemisch – thermische Bekämpfung nach gründlicher Reinigung der befallenen Objekte: Lockeren Putz abschlagen, Dielung aufnehmen, Schlacken und Füllstoffe entfernen, Fehlboden / Einschub ausbauen, Staubsaugerreinigung, danach Ausführung des Heißluftverfahrens in Verbindung mit chemischer Behandlung der Bereiche, die nicht ausreichend durchgeheizt werden können.


Gefleckter Pelzkäfer Attagenus pellio    
Auftreten
Er tritt weltweit auf
Vorkommen
Im Haus ist er ganzjährig anzutreffen.
Aussehen
Der Käfer ist schwarzbraun und hat auf jeder Flügeldecke einen weißen Fleck. Er wird zwischen 3 – 6 mm lang. Die Larven sind braun, lang und nach hinten verjüngt und behaart. Sie haben am Körperende einen pinselartigen Anhang, der fast so lang wie der Körper selbst ist.
Ernährung
Der Käfer ernährt sich von Pollen und Nektar der Blüten. Die Larven richten die Schäden in unseren Wohnungen an. Sie ernähren sich von Stoffen, Pelzen u.ä., die sie abfressen. Aber auch Getreideprodukte, tote Insekten oder trockenes Fleisch werden von ihnen befallen.
Lebensweise
Die Käfer fliegen Ende Mai aus und kehren zur Eiablage in die Gebäude zurück.
Sie legen die Eier auf trockenem, organischem Material (in der Regel Vogelnester) ab.
Die Entwicklung ist sehr langsam, mehr als ein Jahr (oft 2 – 3 Jahre) bis zum schlüpfen der neuen Käfergeneration.
Schäden
Einzelne Käfer in der Wohnung richten keinen Schaden an. Sie sollten aufgesammelt werden. Sollte es vermehrt zu Auftreten von Käfern kommen, muß die Entwicklungsstätte der Larven ausfindig gemacht werden. Hier muß man auch Tauben- oder Vogelnester als Herkunftsstelle in Betracht ziehen.
Denn der von den Larven verursachte Schaden durch ihre Fraßtätigkeit an Teppichen, Stoffen, Pelzen oder Decken ist oft größer als z.B. der der Kleidermotte. Die von unten abgefressenen Haare fallen dann büschelweise heraus.
Es wird nur in Ausnahmefällen eine chemische Bekämpfung notwendig sein.


Gemeiner Speckkäfer Dermestes lardarius    
Auftreten
Speckkäfer treten in Wohnungen ganzjährig auf und kommen überall vor.
Aussehen
Der Käfer ist gelbbraun – schwarz mit hellen Haarbinden auf den Flügeln. Die Bauchseite ist grau behaart. Sie werden etwa 7 – 11 mm groß. Der Käfer ist flugfähig. Die Larven sind 11 – 14 mm lang und hinten schmaler als vorn. Die Rückenseite ist mit langen und bräunlich gefärbten Haaren besetzt. Die Bauchseite ist gelblich behaart.
Ernährung
Der Speckkäfer frißt vorwiegend Speck, Trockenwurst und Schinken, also tierische Nahrung. Aber auch Felle, Häute, Wolle und Federn sind vor ihm nicht sicher. Findet er keine tierische Nahrung, ist er auch an pflanzlichen Vorräten (Futtermitteln) zu finden.
Lebensweise
Die Larven schlüpfen nach 3 – 12 Tagen, häuten sich 4 – 5 mal in 17 – 24 Tagen. Sie verpuppen sich im September – Oktober und überwintern im Mauerwerk, Holz oder Mörtel. Der Käfer schlüpft unter günstigen Bedingungen nach 60 – 90 Tagen und überwintert in der Puppenwiege.
Die Entwicklung bei Zimmertemperatur ist sehr schnell. (z.T. 6 Generationen / Jahr), dadurch ist ein Massenbefall möglich. Sie sind unempfindlich gegen Kälte.
Schäden
Da heute die Fleischprodukte in Kühlschränken aufbewahrt werden, richtet er „nur“ noch Materialschäden an. Die Larven legen sich vor dem Verpuppen eine Wiege in einem Substrat an. Sie können dadurch Schäden an Holzteilen oder an Sammlungsobjekten anrichten. Gefährlich wird es, wenn die Speckkäferlarven sich in großen Mengen in Holzbauten einnisten. Die Stabilität kann dann bei diesen Bauten gefährdet werden.
Besonders empfindliche Menschen (Allergiker) können auf die Haare der Larven allergisch reagieren. (Nesselfieberähnliche Hauterscheinungen und Augenentzündungen).

 

Khaprakäfer  Trogoderma granarium    
Vorkommen
Der Khaprakäfer kommt vor allem in allen Getreidearten und deren Produkte vor.
Auftreten
Er tritt weltweit und ganzjährig auf. Er ist aus den Tropen eingeschleppt worden.
Ernährung
Die Adulte sind sehr wärmeliebend, etwa 24 ° C, und fressen nicht mehr.
Die Larven ernähren sich von allen Getreidearten, Erbsen, Mais, Reis, pflanzliche Rückstände der Ölgewinnung, Erdnüsse, Trockenmilch und – Fleisch, Fischmehl.
Aussehen
Die Käfer sind oval und werden bis 3 mm lang, sehen gelbbraun bis schwarz aus und haben hellere Querbinden auf den Flügeln. Die Flügeldecken sind behaart.
Lebensweise
Die Weibchen legen bis zu 125 Eiern einzeln an den Getreidekörnern ab. Die sich daraus entwickelnden Larven werden bis zu 5 mm lang und haben am Hinterende lange Haarbüschel. Sie sind gelbbraun gefärbt. Sie können bei Temperaturen bis zum Gefrierpunkt überleben und bis zu 1 Jahr ohne Nahrung auskommen, was der Verbreitung förderlich ist.
Die Larven schlüpfen nach ca. 14 Tagen. Die Entwicklung verläuft zwischen 20 ° und 48 ° C. Optimal sind 35 ° C. Sie beträgt bei optimalen Bedingungen etwa 24 Tage.
Die Puppen verbleiben in der letzten aufgeplatzen Larvenhaut. Sie sind bis zu 5 mm lang, gelblich weiß und behaart.
Bei ungünstigem Mikroklima kann sich die Entwicklung auf 2 – 3 Jahre verlangsamen.
Ist das Mikroklima optimal, kann sich eine Käfer - Population in jeder Woche verdoppeln.
Schäden
Der Schaden entsteht nur durch die Fraßtätigkeit der Larven. Es können alle Getreidearten, Erbsen, Mais, Reis, pflanzliche Rückstände der Ölgewinnung, Erdnüsse, Trockenmilch und –Fleisch, Fischmehl von ihnen befallen werden. Das befallene Getreide riecht muffig. Die Körner werden von innen und außen angefressen. Das Nahrungssubstrat wird durch die Ausscheidungen und Larvenhäute stark verunreinigt, und muß daher vernichtet werden.
Bekämpfung:
Prophylaxe ist wichtig. Das Lagergut sollte regelmäßig kontrolliert werden und trocken gelagert werden. Bekämpfung siehe Mehlkäfer.

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