Thomas Loose - Schädlingsbekämpfung p e s t c o n t r o l s e r v i c e j e n a
Thomas Loose - Schädlingsbekämpfungp e s t    c o n t r o l    s e r v i c e    j e n a

Soziale Faltenwespen

Vespidae

 

Nachfolgend aufgeführten Arten sind die am meisten auftretenden Wespen in Deutschland. Alle Arten unterliegen dem allgemeinen Artenschutz nach § 20 d des Bundesnaturschutzgesetzes, (BNatSchG), wobei die Hornisse besonders geschützt ist (§ 20 f). Verschiedene Arten sind in einzelnen Bundesländern stark gefährdet (Rote Liste).

Hornissen Vespa Crabro
Mittlere Wespe Dolichovespula media
Sächsische Wespe Dolichovespula saxonia
Waldwespe Dolichovespula sylvestris
Norwegische Wespe Dolichovespula norwegica
Rote Wespe Vespula rufa
Deutsche Wespe Vespula germanica
Gallische Feldwespe Polistes dominulus
Gemeine Wespe Vespula vulgaris
 

Hornisse Vespa Crabro    
Vorkommen
Auch die Hornissen gehören zu den staatenbildenden Insekten. Sie bauen ihre Nester in unseren Breiten meist im Freiland in hohle Bäume in Laubwäldern. Selten sind sie auf Dachböden an verbautem Holz oder in Hohlräumen des Mauerwerkes zu finden.
Auftreten
Die Hornissen fliegen nur während der warmen Jahreszeit. Hier sind es wieder die Arbeiterinnen, die Nahrung für die Brut sammeln. Die Königin überwintert aber.
Aussehen
Sie ist die größte, in Mitteleuropa lebende Wespenart. Die Arbeiterinnen sind 18 – 25 mm groß, die Königin 25 – 35 mm. Kopf und Thorax weisen eine mehr oder weniger rötliche Färbung auf. Das Bruststück ist dunkelbraun und weist keine Gelbfärbung auf. Der Hinterleib hat die typische schwarz – gelb Färbung der Wespen.
Ernährung
Die Hauptnahrung der Hornissen sind Fliegen und andere Insekten, die sie fangen. Sie benötigen für die Aufzucht der Brut eiweißhaltige Nahrung. Man kann sie aber auch auf Blüten beobachten, wo sie Nektar sammeln.
Lebensweise
Ein einzelnes befruchtetes Weibchen beginnt im Frühjahr ein Nest anzulegen. Es hat in einem geeigneten Schlupfwinkel überwintert. Das Nest ist sehr klein und hat nur einige Zellen, in die sie jeweils ein Ei ablegt. Die ersten, aus den Eiern geschlüpften Larven, werden von der Königin selbst gefüttert. Sobald nach der Verpuppung die jungen Hornissen schlüpfen, übernehmen diese dann die Brutpflege und vergrößern das Nest. Die Königin legt nur noch Eier. Sie bleibt während der warmen Jahreszeit im Nest. Im September schlüpfen dann aus den Eiern auch Männchen und geschlechtsreife Weibchen. Die befruchteten Weibchen suchen sich wieder ein geeignetes Versteck zum Überwintern. Die Königin im alten Nest, die Arbeiterinnen und die Männchen kommen um.
Schäden
Schäden werden von den Hornissen nicht angerichtet. Die Hornissen sind friedfertige Insekten und setzen sich nur zur Wehr, wenn sie angegriffen werden.
Bekämpfung
Hornissen stehen unter Naturschutz und dürfen nicht bekämpft werden. Sie dürfen nur bei Vorliegen einer "Befreiung vom Verbot" umgesiedelt / entfernt (dann ggf. auch bekämpft) werden. Sollte sich ein Nest in der Nähe menschlicher Wohnungen befinden und stören kann auf einen Antrag eine "Befreiung" erwirkt werden. .


Deutsche Wespe  Vespula germanica
Vorkommen
Die Nester der Deutschen Wespe haben eine graue Farbe, und können sehr groß werden. Sie werden meist in unterirdischen, alten Mäuse- oder Maulwurfsgängen errichtet. Es sind Dunkelhöhlennister. So kann man auch Wespennester in dunklen Hohlräumen von Zwischendecken in Gebäuden oder Dachböden finden. Im Freien findet man keine Nester der Deutschen Wespe.
Auftreten
Die Deutsche Wespe ist über ganz Europa und Nordafrika verbreitet. Nur in Nordskandinavien kommt sie nicht vor.
Aussehen
Sie ist gelb – schwarz gefärbt. Das Stirnschild weist meist ein oder drei schwarze Punkte auf. Sie sind zwischen 12 und 17 mm groß. Eine genaue Bestimmung der einzelnen Wespenarten kann nur vom Fachmann durchgeführt werden.
Ernährung
Da die Deutsche Wespe große Völker bildet (zwischen 1000 – 7000 Tiere) erbeuten sie große Mengen von Fliegen und ähnlichen Insektenarten. (Eiweißnahrung). Den Bedarf an kohlehydrathaltiger Nahrung decken sie durch die Aufnahme von Blütennektar und von zuckerhaltigen Stoffen, die sie in Siedlungsgebieten reichlich finden, ab. Dabei sind sie besonders an Fallobst (Äpfel, Birnen oder Pflaumen) zu finden. Dadurch können sie sich zur Plage für den Menschen entwickeln.
Lebensweise
Die Entwicklung der Deutschen Wespe ist ähnlich wie bei den Hornissen. Königinnen überwintern in Verstecken und bauen im Frühjahr ein neues Nest. Die größte Stärke der Völker wird in den Monaten Juni bis Oktober erreicht. Danach sterben die Arbeiterinnen und Männchen wieder ab. Die befruchteten Weibchen beginnen im Mai mit dem Nestbau.
Schäden
Materialschäden werden von dieser Art nicht angerichtet. Gesundheitliche Schäden können durch Stiche (wenn sie gestört werden) bei Allergikern auftreten.
Bekämpfung
Eine Bekämpfung der Wespen ist nicht unbedingt erforderlich, da sie den Bestimmungen des Artenschutzes unterliegen. Nur in Ausnahmefällen, wenn sich z. B. ein Nest in einem Rollokasten o. ä. befindet, und der Mensch unmittelbar betroffen wird, sollte der Fachmann eine Bekämpfung durchführen.

 

Gewöhnliche Wespe Vespula vulgaris    
Vorkommen
Ihre Nester sind wie die der Deutschen Wespe unterirdisch bzw. in dunklen Hohlräumen von Zwischendecken und Dachböden zu finden.
Auftreten
Die Arbeiterinnen des Volkes fliegen von Ende Mai bis Ende Oktober.
Aussehen
Ihr Stirnschild weist einen schwarzen, nach unten verbreiterten Längsstreifen auf. Die Hinterleibszeichnung ist wieder schwarz – gelb. Eine genaue Identifizierung ist allerdings nur durch den Fachmann möglich. Sie sind etwa 11 – 17 mm groß.
Ernährung
Die Gewöhnliche Wespe zeigt dasselbe Nahrungsverhalten wie die Deutsche Wespe.
Die Stärke des Volkes liegt zwischen 1000 und 5000 Tieren in einem Nest.
Lebensweise
Die Lebensweise der Gewöhnlichen Wespe ist die gleiche wie bei der Deutschen Wespe.
Schäden
Sie richten keine Schäden an. Sie kann durch das Anfliegen von süßen Speisen und Getränken in Siedlungsgebieten lästig werden. Allergiker sollten bei Wespenstichen den Arzt aufsuchen.
Bekämpfung
Da alle Wespenarten den Bestimmungen über den Artenschutz des Bundes –Naturschutz - Gesetztes unterliegen sollten nur in Ausnahmefällen Bekämpfungsmaßnahmen durchgeführt werden. Hierbei ist ein Fachmann zu beauftragen.
 

Gallische Feldwespe Polistes dominulus    
Vorkommen
Die Gallische Feldwespe baut ihr Nest oberirdisch und in allseitig geschlossenen Räumen, z. B. auf Dachböden an Dachziegeln hängend.
Auftreten
Diese Feldwespenart liebt die Wärme. Ihr Verbreitungsraum liegt hauptsächlich im Mittelmeerraum. Südlich der Mainlinie ist sie häufig vertreten, während sie in England und Skandinavien nicht heimisch ist.
Da auch hier die Königinnen überwintern, sind sie bereits an warmen Apriltagen auf der Suche nach einem geeigneten Platz für den Nestbau. Sie fliegen bis zum Herbst.
Aussehen
Sie haben die typische Wespenfärbung – schwarz gelb. Ihr Hinterleib ist einer Spindel ähnlich, er läuft sehr spitz zu. Ihre Beine sind im Gegensatz zu den anderen Wespenarten sehr lang.
Ernährung
Die Larven werden mit Insekten, die gefangen und zerkaut werden, gefüttert. Die ausgewachsenen Tiere sammeln Nektar und Blüten von Büschen und Bäumen.
Lebensweise
Die Königin baut im Frühjahr ein neues Nest. Die Stärke des Volkes liegt zwischen 10 und 30 Tieren.
Schäden
Schäden werden von dieser Wespenart in keiner Weise angerichtet. Auch für den Menschen ist sie ungefährlich. Sie werden auch bei Störungen nicht aggressiv. Ihr Stachel ist sehr schwach, er durchdringt kaum die menschliche Haut.
Bekämpfung
Diese Art sollt auf keinen Fall bekämpft werden. Da sie erstens auch dem Artenschutzgesetz unterliegt, und zweitens für den Menschen ungefährlich ist. Eine Bestimmung der Art kann nur durch einen Fachmann ausgeführt werden. 

 

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